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AGE Roadshow 2016 - Entrauchung „life” erleben - ein großer Erfolg

28.10.2016

Am 13. September 2016 (Cottbus) und am 27. September (Frankfurt/Main) veranstaltete die AGE Aktionsgemeinschaft
Entrauchung ihre Roadshow „Entrauchung erleben” mit hochaktuellen Themen, die von den AGE
Referenten und Experten praxisnah und erlebnisreich präsentiert wurden.

Neben den Fachvorträgen rund um das Thema Entrauchung und Rauchfreihaltung gab es bei den Veranstaltung auch sehr anschauliche Praxis-Vorführungen zum Thema Rauch und Entrauchung.

Die Teilnehmer der Roadshow konnten so Feuer, Rauch und Entrauchung nicht nur in der Theorie, sondern an den Prüfständen und Versuchsaufbauten „live” erleben.

 

In Cottbus wurden im Prüflabor von Prof. Dr. Schütz Demonstrationen an RDA- und Sprinkleranlagen sowie an einem Modell zur Entrauchung einer Halle durchgeführt. (Das Verhalten von brandschutztechnischen Abschottungen wurde im Brandversuch demonstriert). Dazu präsentierte die Firma Stöbich mit einem mobilen Brandcontainer die Leistungsfähigkeit moderner textiler Brandschutzsysteme bei einem simulierten Vollbrand.

 

Bei der Veranstaltung in Frankfurt wurden verschiedene Heißgas-und Rauchversuche im U-Bahn-Tunnel-Simulator der Branddirektion Frankfurt am Main durchgeführt. Die Roadshow-Teilnehmer

konnten hier die Auswirkungen von Feuer und die gefährliche Rauchausbreitung in einer U-Bahn Station bei einer „Live-Simulation” der Ingenieurgesellschaft Endreß ganz hautnah miterleben.

 

8 Fachvorträge -geballtes Wissen:

In einem Gemeinschaftsvortrag stellten Dipl.-Ing. Johannes Trümner (TROX TLT) und Dipl.-Ing. Lutz Eichelberger die neuen Muster-Sonderbau- Richtlinien vor und beschrieben die notwendigen Verwendbarkeitsnachweise für Entrauchungs- und Rauchschutzdruckanlagen.

„Seit Dezember 2015 gibt es eine neue Prüfnorm für Entrauchungsventilatoren” berichte Johannes Trümner. „Es ist ab sofort möglich, eine geprüfte und zugelassene Einheit von Entrauchungsventilator und Frequenzumrichter einzusetzen. Ein oft sehr aufwendiger hydraulischer Abgleich z.B. in Mehrbereichsanlagen wird deutlich einfacher dadurch”.

 

Bei RDA-Systemen ist aktuell eine umfassende Prüfnorm in Bearbeitung. „Heute sind nur für bestimmte Komponenten des Systems wie Entrauchungsklappen oder –leitungen Verwendbarkeitsnachweise notwendig“ erläutert Lutz Eichelberger. „Das Konzept der RDA ist im Brandschutzkonzept darzulegen und Wirksamkeit und Betriebssicherheit durch den Prüfsachverständigen zu bestätigen.“

 

Dipl. Ing. Tobias Endreß berichtete in seinem Vortrag, wie Brandschutzplaner im Rahmen des Brandschutzkonzepts den Nachweis des Schutzniveaus und die Dokumentation aller zusammenhängenden Maßnahmen führen können und wie wichtig es ist, bei komplexen Raumgeometrien oder Wechselwirkungen zu anderen Brandschutzmaßnahmen, die Brand- und Rauchausbreitung mit einer Simulation abzubilden. Dabei können nicht nur die Parameter der einzelnen Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden, sondern auch der Nachweis der Wirksamkeit

der Brandschutzmaßnahmen bezogen auf das spezielle Schutzziel geführt werden.

 

AGE Mitglied Frank Schulze (FRAKTA) erläuterte in seinem Vortrag zu den Methoden zur Ansteuerung und Überwachung der Sicherheitsfunktionen in die moderne Gebäudeautomation und wie Brandschutz- und Entrauchungsklappen in das Sicherheitskonzept eingebunden werden.

 

Dipl.-Ing. Frank Lucka vom Sachverständigenbüro PVT mbH schilderte in seinem Vortrag, wie die Interaktion prüfpflichtiger technischer Anlagen mit anderen Anlagen nach der Musterprüfverordnung mit einer „Wirk-Prinzip-Prüfung“ geprüft wird und welche sicherheitstechnische Funktionen für den Brandschutz erfüllt werden müssen.

 

Dipl.-Ing. Thomas Eulert vom TÜV SÜD Industrie Service GmbH präsentierte, wie sicherheitsrelevante technische Anlagen in Sonderbauten durch bauaufsichtlich anerkannte Sachverständige auf ihre Wirksamkeit und Betriebssicherheit geprüft werden und wie mögliche Stolperstellen auf dem Weg zur erfolgreichen Prüfung vermieden werden.

 

Rainer Barth, Niederlassungsleiter und Prokurist der Stöbich Brandschutz GmbH stellte in seinem Vortrag vor, auf welcher Basis Evakuierungskonzepte erstellt und welche Rolle darin bodenschließende, passierbaren Rauchschürzen spielen können.

 

Dipl.-Ing. Michael Steinborn von Novar GmbH referierte in seinem Vortrag über die Ansteuerung sicherheitstechnischer Anlagen mittels Brandmelderanlage und wie diese auch als zentraler Verarbeitungsknoten für sicherheitstechnischer Anlagen z.B. Löschmittelsteuerung, Rauchschürzensteuerung, Sicherheitsbeleuchtung, maschinelle Entrauchung, Sprachalarmierung, Aufzugssteuerung eingesetzt werden kann.

 

Dipl.-Ing. Rainer Will, (Belimo) informierte über Entrauchungs- und Kombiklappen und deren funktionale Sicherheit, worin die Unterschiede zu den früheren Entrauchungsklappen mit Lüftungsfunktion (Kombiklappen) bestehen und wie die Anforderung an Steuerungen abgeleitet und die funktionale Sicherheit erhöht werden kann.

 

Fotoserien zu der Meldung


AGE Roadshow 2016 (31.10.2016)